Abbrucharbeiten im Prüner Schlag – Teil II

17.2.2017: Damit die Dokumentation zu den Abbrucharbeiten nicht zu lang und unübersichtlich wird, habe ich jetzt hier einen zweiten Teil aufgemacht. Der Stand der Dinge: Die ersten Reihen Lauben sind jetzt nahezu vollständig bis zwischen Westring und Schützengilde abgebrochen. Die Firma Blunk hat ihren Mega-Häcksler erstmal wieder weggebracht und konzentriert sich voll und ganz auf das Roden. Es sieht so aus, als würden sie bis zum 28.2.2017 damit fertig werden. Inzwischen haben sie beinahe Anschluss an das Gelände in dem vor drei Jahren die Lauben abgebrochen wurden.

19.2.2017: Gestern musste ich mal Pause machen. So wirklich gut geht es mir beim Photographieren nicht. Dafür gibt es aber heute ein paar neue Bilder. Auch wenn ich hier nur sehr wenig veröffentliche ist alles dokumentiert. Vielleicht stelle ich irgendwann mal wieder ein paar mehr Bilder online. Allein heute habe ich fast 800 Photos in Brunsrade und Prüner Schlag geschossen.

25.2.2017: Ich musste mich mal etwas aus der Sache raus nehmen, nimmt mich sonst zu sehr mit. Gestern und heute war ich nicht vor Ort und morgen werde ich es auch nicht sein. Sorry, ich brauch` die Pause einfach mal. Montag 27.2. geht es dann wieder weiter.

26.2.2017: Hingegen der Ansage von gestern waren wir heute doch kurz da. Inzwischen ist das Areal zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde nicht nur gerodet, sondern es wurden auch sämtliche Lauben abgebrochen. In dem anderen Gebiet sind sie mit Roden fast fertig.

9.3.2017: Für dieses Mal scheinen sie Abbruch- und Rodungsarbeiten beendet zu haben. Die Arbeiter auf dem Gelände räumen nur noch die Trümmer zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde weg. Das Gelände zwischen Zufahrt Schützengilde und Kilia-Platz ist weitestgehend gerodet, es liegt dort aber noch eine Menge Grünschnitt, der noch nicht abtransportiert wurde. Fast alle Lauben, so sie in den letzten Jahren nicht durch Vandalismus zerstört wurden, stehen dort noch. Ich befürchte allerdings dass, im Namen der  “Verkehrssicherung”, Möbelkraft eine Genehmigung bekommen wird, diese Lauben im Laufe des Sommers abzubrechen.

14.3.2017: Mal so als Info: Wir gehen da immer noch hin, es gibt nur nichts Neues….

14.4.2017, ein Abschlussbericht: Es ist wieder still geworden im Prüner Schlag. Wenigstens hört man keine Bagger und kein schweres Gerät mehr. Der Abschnitt zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde ist jetzt ein Acker. Der andere Teil ist auch nahezu komplett gerodet, größtenteils stehen aber die Lauben noch. Inzwischen hat man sich allergrößte Mühe gegeben, das Gelände einzuzäunen. Es ist eine gewisse Ironie, dass nachdem unser alter Wanderweg vom Olof-Palme-Damm bis zum Uhlenkrog komplett zerstört wurde, der Abschnitt durch den Prüner Schlag nicht mal angerührt wurde. Nur steht jetzt dort ein Bauzaun. Am Bauplatz steht noch ein Bagger von Glindemann und wartet auf den nächsten Einsatz. Bragi und ich sind dann aber zum Glück nicht mehr in Kiel, sondern irgendwo zwischen Hamburg und Haifa. Machts gut und vielen dank für den Fisch fürs Lesen! 

Zum ersten Teil hier klicken!

CIMG0934.JPG17.2.2017: Zwischen Westring und Schützengilde. Das war die Laube “Abendfrieden”.

CIMG1061.JPG17.2.2017: Diese Laube steht am anderen Ende des Geländes. Mit Glück bleiben diese Bäume stehen.

CIMG1072.JPG17.2.2017: Fast bis an das Gelände gerodet, wo vor drei Jahren schon Lauben abgebrochen wurden. Die Bäume im Hintergrund haben Glück. Sie stehen auf dem Areal der Schützengilde!

CIMG1114.JPG17.2.2017: Altmetall

CIMG1151.JPG17.2.2017: Die Knickschere

CIMG1359.JPG19.2.2017: Schaukel

CIMG1436.JPG19.2.2017: Von dieser Hüttenbauart habe ich im Laufe der letzten Jahre drei Stück im Prüner Schlag entdeckt, sie dürften schon sehr alt sein.

CIMG1487.JPG19.2.2017: Letzter Weg vor dem Kilia-Platz. Bis hierhin wurde bereits gerodet.

CIMG1504.JPG19.2.2017

CIMG1813.JPG19.2.2017: Blick in den ehemaligen “Occupy Garten”

CIMG2169.JPG20.2.2017

CIMG2217.JPG20.2.2017

CIMG2226.JPG20.2.2017: Bragi leistet Widerstand und legt sich friedlich mitten in das abgesperrte Gebiet! 😉

CIMG2275.JPG21.2.2017

CIMG2296.JPG21.2.2017: aufgeschreckter Bewohner

CIMG2500.JPG21.2.2017: schöne Wege werden jetzt rar….

CIMG2774.JPG22.2.2017: Müll abladen verboten!

CIMG2802.JPG22.2.2017: Auch heute gingen Abbruch-…

CIMG2891.JPG22.2.2017:…und Rodungsarbeiten unvermindert weiter.

CIMG3152.JPG26.2.2017: Zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde steht nun keine Laube mehr.

cimg313226.2.2017: Auf der anderen Seite der Zufahrt ist alles gerodet…

CIMG3165.JPG27.2.2017

CIMG3187.JPG27.2.2017

CIMG3280.JPG2.3.2017

CIMG3314.JPG2.3.2017: Der kleine Streifen Gärten hinter der Schützengilde existiert nicht mehr.

CIMG3337.JPG2.3.2017

CIMG3381.JPG2.3.2017

CIMG3547.JPG4.3.2017: Hinter der Hecke waren mal Gärten. Abschnitt hinter der Schützengilde.

 

CIMG3555.JPG4.3.2017

CIMG3567.JPG4.3.2017

CIMG3730.JPG6.3.2017: Mitten im Trümmerfeld lief ein Radio.

CIMG3734.JPG6.3.2017

CIMG3763.JPG6.3.2017: Zwischen Schützengilde und Westring

CIMG3926.JPG

7.3.2017: Hinter dem Kilia-Platz

CIMG3956.JPG7.3.2017: Abtransport der Lauben

CIMG3971.JPG7.3.2017

CIMG4214.JPG9.3.2017: Das Gelände zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde ist jetzt weitestgehend ein kahles Feld.

CIMG4223.JPG9.3.2017: Was die Metall-Diebe in den letzten Jahren übrig gelassen haben.

CIMG4225.JPG9.3.2017: Der Bauplatz steht jetzt voller Container zum Abtransport.

CIMG4241.JPG9.3.2017: Irgendwas haben sie zur Ecke Westring/Hasseldieksdammer Weg gebuddelt. Ich konnte allerdings nicht sehen was.

CIMG4668.JPG14.3.2017: Kahle Landschaft zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde.

CIMG4681.JPG14.3.2017: Blick über den Bauplatz auf der anderen Seite der Zufahrt Schützengilde.

CIMG6017.JPG14.4.2017: Der “Acker”, gesehen von der Zufahrt Schützengilde.

CIMG5980.JPG14.4.2017: Der hintere Teil wurde weiträumiger und engmaschiger abgesperrt. Im Hintergrund das Gelände der Schützengilde.

CIMG5971.JPG14.4.2017: Auch das ist noch der Prüner Schlag.

CIMG5996.JPG14.4.2017: Unser alter Wanderweg entlang der Schützengilde.

 

(c) Copyrights März 2017 by Jörg Paulsen. Alle Rechte vorbehalten.

 

 

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Abbrucharbeiten im Prüner Schlag

Hinweis: Momentan wird dieser Artikel kontinuierlich aktualisiert!

Während die Rodungs- und Planierungsarbeiten in der Brunsrade unvermindert weitergehen, haben Ende vergangener Woche auch die Arbeiten im Prüner Schlag begonnen. Im Vergleich zum letzten Mal vor drei Jahren scheint man es ganz ruhig anzugehen. Heute Morgen habe ich jedenfalls nur vier Arbeiter vor Ort gesehen. Aber vom letzten Mal weiß ich noch dass der Schein trügt. Zunächst braucht man ja Platz um noch mehr Arbeiter und Baumaschienen unterbringen zu können. Damals fing es auch nur mit einer Handvoll Arbeiter an, aber Tag für Tag kamen mehr dazu und es wurden immer mehr Maschienen rangefahren. Am Ende fuhren zwei große “Dumper” durchs Gelände und eines Tages standen in einem Kleingartenweg drei oder vier riesen Sattelschlepper. Wir werden das jedenfalls weiter beobachten und Euch auf dem Laufenden halten. Interessanterweise haben sie diesmal nicht am Rande, sondern mittendrin begonnen. Wer sich das ansehen will: man muss vom Hasseldieksdammer Weg in die Zufahrtsstraße der Schützengilde rein gehen. Nach etwa 50 bis 100m ist auf der rechten Seite die “Baustelle”.

Update 31.1.2017: Wie ich es gestern bereits angekündigt hatte, konnte ich heute sechs Arbeiter und bereits drei Bagger sehen. Es wird jetzt jeden Tag mehr werden. Inzwischen arbeiten sie wohl auch an zwei Stellen gleichzeitig.  Unten zwei neue Photos.

Update 1.2.2017: Acht oder neun Arbeiter, vier Bagger, der Radlader ist von Anfang an da. Neue Photos hänge ich jetzt immer unten an.

Update 3.2.2017: In den letzten Tagen habe ich ein paar mehr Photos, als hier, bei Twitter gepostet. Entweder nach meinem Account @Balderbaer  sehen und noch alle Neuigkeiten zu Chelsea Manning und anderen, interessanten Dingen erfahren oder bei Twitter die Hashtags #PrünerSchlag und #Brunsrade eingeben.

Update 4.2.2017: Heute haben wir uns den bereits gerodeten Abschnitt näher angesehen. Es schnürte mir die Kehle zu, mir fiel das Atmen schwer und ich begann zu zittern. Ich habe gemerkt, dass es für mich wirklich nicht gut ist, mir das anzutun. Solange ich aber noch durchhalte mache ich auch Photos. Ich habe das Gefühl es dem Prüner Schlag und der Brunsrade schuldig zu sein, weil ich ihnen schon vor langer Zeit versprochen habe, dafür zu sorgen, dass das hier nicht in Vergessenheit gerät.

Update 5.2.2017: Ausführliche Photorunde im Trümmergebiet gemacht. Gut gehts mir nicht. Die Firma Blunk hat jetzt fast den gesamten Bereich zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde gerodet. Auffällig ist dabei, dass sie einen Streifen zum Wanderweg und zur Zufahrt stehen lassen. Anscheinend als Sichtschutz.

Update 10.2.2017: Das kleinere Areal zwischen Westring und Zufahrt Schützengilde ist jetzt weitestgehend gerodet, viele Hütten sind dort schon abgebrochen, viele stehen aber auch noch. Der Abbruch der Hütten dauert etwas länger, weil Glaswolle, Dachpappe und Eternit getrennt entsorgt werden müssen. Rechts der Zufahrt Schützengilde wurden bisher drei bis vier Parzellen für den Bauplatz zerstört, außerdem hat man damit begonnen etwa zwei Parzellen tief zu roden. Auf meinen Photos hier dokumentiere ich natürlich hauptsächlich die aktuellen Zerstörungen. Offensichtlich hat das zu Mißverständnisen geführt. Tatsächlich wurde bisher ein eher kleinerer Teil der Anlage demoliert.

Update 11.2.2017: Am Rande des Prüner Schlags zum Westring hin stand ein riesiger Nadelbaum, ich hatte nicht mal eine Ahnung, was das für einer war. Er war riesig und ist für mich im Laufe der Jahre zu einer Art Wahrzeichen des Prüner Schlags geworden. Er überragte sogar die hohen Bäume auf dem Gelände der Schützengilde. Gestern Morgen hatte ich ihn noch von Weitem photographiert. Im Laufe des Tages wurde er gefällt. Das Resultat fanden wir dann heute Morgen. Ich trinke jetzt auf diesen Baum. R.I.P. Baum!

Update 17.2.2017: Damit es nicht so unübersichtlich wird kommen die Photos ab heute hier hin!

Eine Ergänzung noch zur Brunsrade: mehrfach schrieb ich, die Rodungsarbeiten seien fast abgeschlossen, aber anscheinend werden immer noch Ecken gefunden, wo man schnell noch roden kann. Am Olaf-Palme-Damm haben sie z.B. bis fast an den Hasseldieksdammer Weg gerodet und heute Morgen waren sie schon wieder im Bereich der Bahngleise zugange.

 

CIMG6252.JPGEin (noch) unberührter Teil des Prüner Schlags heute Morgen.

Ebenfalls heute Morgen:

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cimg642531.1.2017: Abschütten von Geröll um einen festeren Untergrund zu haben.

cimg639731.1.2017: Bragi verneigt sich vor soviel Ignoranz.

cimg64731.2.2017: Baggeraufsatz zum Roden mit hydraulischer Schere

cimg64781.2.2017: Abbruch von Lauben

cimg64901.2.2017

cimg65931.2.2017: Vom Hasseldieksdammer Weg aus gesehen

CIMG6633.JPG2.2.2017: Ob das jetzt noch was mit “Roden und Lauben abbrechen” zu tun hat, lasse ich mal dahingestellt sein.

CIMG6744.JPG2.2.2017

CIMG6689.JPG2.2.2017: *Brunsrade* Wer tanzt den da auf beiden Baustellen?

CIMG7000.JPG3.2.2017: Der “Bauplatz”

cimg70033.2.2017: Weite Teile nur noch ein Trümmerfeld

CIMG7037.JPG3.2.2017: Inzwischen weiß ich, dass dieses Gerät ganz harmlos “Knick-Schere” heißt.

CIMG7124.JPG4.2.2017: Fuhrpark auf dem Bauplatz

CIMG7126.JPG4.2.2017: Fuhrpark auf dem Bauplatz II

CIMG7131.JPG4.2.2017: Rodung

CIMG7385.JPG4.2.2017: Was die “Knick-Schere” schafft und was nicht…

CIMG7389.JPG4.2.2017: Rodung

CIMG7436.JPG4.2.2017: Dieses Photo strahlt auf mich einfach nur Aggression aus.

CIMG7733.JPG5.2.2017

CIMG7928.JPG5.2.2017

CIMG7972.JPG5.2.2017

CIMG7992.JPG5.2.2017

CIMG8515.JPG7.2.2017

CIMG8674.JPG8.2.2017

CIMG8685.JPG8.2.2017

CIMG8692.JPG8.2.2017

CIMG8716.JPG8.2.2017

CIMG8971.JPG10.2.2017: Mit Motorsäge…

CIMG8989.JPG10.2.2017:…rückt man jetzt den größeren Bäumen zu Leibe.

CIMG9069.JPG10.2.2017: Noch mehr Fahrzeuge

CIMG9092.JPG10.2.2017: Inzwischen wurden auch schon Teile rechts der Zufahrt Schützengilde gerodet

cimg909810.2.2017: Das war einer meiner Lieblingsgärten

CIMG9102.JPG10.2.2017

CIMG9062.JPG10.2.2017: Das letzte Photo dass ich von diesem stattlichen Baum machen konnte. Für mich war er das Wahrezeichen des Prüner Schlags.

CIMG9222.JPG11.2.2017: Normalerweise war er schon von Weitem zu sehen. Heute nicht. Dann kamen wir an den Ort des Geschehens.

CIMG9227.JPG11.2.2017: R.I.P. Stolzer Baum.

CIMG9713.JPG11.2.2017: Unbekannt wann Du keimtest. Gefällt am 10.2.2017 von Ignoranten im Auftrag des Profits.

CIMG0073.JPG13.2.2017

CIMG0042.JPG13.2.2017

CIMG0434.JPG15.2.2017: Der Prüner Schlag soll an Ort und Stelle geschreddert werden

CIMG0503.JPG15.2.2017: Die Hecken wurden gestern bis an den letzten verpachteten Garten abgeschnitten

CIMG0673.JPG16.2.2017: Der Häcksler im Einsatz

CIMG0777.JPG16.2.2017: Schon zwei Reihen vor dem Kilia-Platz wurden die Hecken gerodet

Ab dem 17.2.2017 geht es jetzt hier weiter!

 

(c) Copyrights Februar 2017 by Jörg Paulsen. Alle Rechte vorbehalten.

Uhlenkrog-Rampe 2.0

Update 16.1.2017: Inzwischen hat die Brunsrade hier eine eigene Unterseite bekommen. Erstmal gibt es dort ein paar Photos wie es in dem Areal im Dezember 2012 ausgesehen hat.  Inzwischen ist fast das gesamte Gelände gerodet.

Ich muss zugeben dass mir das Schreiben gerade etwas schwer fällt. Zu sehr haben mich persönlich die Bilder erschreckt, die ich seit Dienstag, 10.1.2017, zu sehen bekomme. Was in meiner Wahrnehmung zunächst als “harmlose” Querung der Autobahn für die geplante Velo-Route Universität – Bahnhof Hassee (“Cittie-Park”) begann endet für mich in einem persönlichen Horror. Doch der Reihe nach:

Bereits an anderer Stelle schrieb ich ja ausführlich was ich für eine Beziehung zu dem Areal parallel zwischen Autobahn und Hasseldieksdammer Weg, vom Westring bis zum Uhlenkrog habe. Auch rechnete ich damit dass der Prüner Schlag früher oder später zerstört wird. Bragi und mir bliebe dann noch das Stück zwischen Olaf-Palme-Damm und Uhlenkrog. Vor drei oder vier Jahren wurden allerdings bereits die Kleingärten in der Brunsrade demoliert, die sich zwischen dem Grünen Weg und den Eisenbahngleisen befanden. Früher ging man da immer auf einem schmalen Pfad, der zwischen einer Baumreihe auf der einen und Büschen auf der anderen Seite, entlang führte. Hinter den Büschen war die Autobahn, aber ich hatte mich lange Zeit gefragt, was wohl hinter der Baumreihe sei, jetzt wusste ich es. Leider habe ich die Kleingärten erst bemerkt, als sie zerstört wurden. Es stand dort eine Reihe großer Birken, die mir im laufe der Jahre ans Herz gewachsen waren.  Dienstag Morgen, bei unserer “Frühstücksrunde” gegen 8 Uhr war die Welt noch “in Ordnung”. Wir gingen den Grünen Weg rein, beschauten von weitem die Bauarbeiten beiderseits der Autobahn und gingen links den Weg zurück über die Fußgängerbrücke, über den Olaf-Palme-Damm in den Prüner Schlag. Nachmittags wollten wir die gleiche Strecke in umgekehrte Richtung gehen, doch:

CIMG2729.JPGEin Bauzaun versperrt den Weg! Ich musste einen Moment nachdenken, auf welcher Seite des Zaunes ich eigentlich stehe. Wird der Prüner Schlag neu eingezäunt oder gehört das zu der Baustelle auf der anderen Seite? Es gehört zur Baustelle auf der anderen Seite! Wir haben dann überall nachgesehen. Ja, das gesamte Areal vom Olaf-Palme-Damm bis zum Uhlenkrog ist gesperrt! Im Grünen Weg und im Hasseldiek werden nur noch die Bereiche frei gehalten, die bewohnt sind.

CIMG2758.JPGGrüner Weg

CIMG2778.JPGHasseldiek

CIMG2785.JPGUhlenkrog

Zusammenfassung: Die alte Eisenbahnbrücke über die Autobahn wird abgerissen, statt dessen wird eine neue, breitere Brücke gebaut, die zwei Autospuren, Fahrrad- und Fußgängerweg bekommen soll. Vom Olaf-Palme-Damm, aus Richtung Schilksee, führt eine neue Abbiegespur zum Cittie-Park hin und eine weitere Spur führt vom Cittie-Park kommend auf die Autobahn Richtung Hamburg. Dort wo am Ende des Grünen Wegs die Kleingärten “niedergelegt” wurden, wird die Straßenschleife auf die Rampe zur Brücke gebaut. An dem Stück Weg zwischen Hasseldiek und Uhlenkrog entsteht die neue Autobahn-Auffahrt. Neben dem Teich (Regenauffangbecken) hinter dem Tierheim befindet sich noch eine Weide und ich kann mich an Zeiten erinnern als da auch noch Pferde grasten. Darauf soll ein zweiter Teich bzw. Regenauffangbecken entstehen. Und ja, am Ende soll dann auch irgendwo, irgendwie wieder ein Wanderweg hin.

Momentan sind sie jedenfalls ganz mächtig am Roden. 😦 Für uns bedeutet das, dass uns zusammen mit dem Prüner Schlag das Herzstück all unserer Wanderungen genommen wird. Das muss ich jetzt erst einmal verdauen. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

CIMG2750.JPGAn dieser Stelle stand eine Reihe stattlicher Birken. Das sind ihre Reste. Im Hintergrund die alte Eisenbahnbrücke.

CIMG2806.JPGPlanierung am Grünen Weg

CIMG3085.JPGNeben dem Grünen Weg. Die Autos im Hintergrund stehen auf der Baustraße ehemalige Gleise

CIMG3097.JPGWörtlich das Ende vom Grünen Weg

CIMG3197.JPGBlick vom Cittie-Park

CIMG2917.JPGRodungsarbeiten zwischen Hasseldiek und Uhlenkrog. Vermutlicher Verlauf der neuen Auffahrt. Im Hintergrund rechts der Bauzaun am Hasseldiek.

CIMG2921.JPGLinks der Bauzaun Hasseldiek. Rechts die beiden Eisenbahnbrücken (die Vordere ist noch im Betrieb), darunter der zermanschte Wanderweg. Anfang der neuen Auffahrt.

CIMG2925.JPGRoden am Teich.

CIMG2932.JPGBlick auf den Teich links und rechts davon die Weide auf der der zweite Teich entstehen soll.

CIMG3030.JPGHasseldiek

 

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Vorläufiges Ende der Prüner Schlag Photos

Schon seit zwei oder drei Jahren habe ich ein ziemlich mulmiges Gefühl dabei, die vielen Photos vom Prüner Schlag in Kiel, bei Flickr, einem Unternehmen das Yahoo gehört, hochgeladen zu haben. Dass meine Dokumentation so umfangreich geworden ist war der einzige Grund, warum ich den Account bisher noch nicht geschlossen hatte.

Die neueste Bekanntwerdung, nämlich dass Yahoo massenweise User E-mails an US-amerikanische Ermittlungsbehörden weiter leitet ist nunmehr für mich der berühmte “Tropfen der das Fass zum Überlaufen” bringt.

Nach langer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, meinen Flicker Account zu schließen.

Ein paar Sachen werde ich wohl hier rüber retten, Lehmberg Besetzung, “Beobachtungen” im Altag u.a., die Masse aber wird vorerst ersatzlos gestrichen. Derzeit habe ich weder Zeit noch Lust mich nach einem anderen Platz im Web umzusehen, und selbst wenn ich es hätte, hätte ich keine Zeit, diese Masse von Photos wieder hochzuladen.

Photographieren werde ich den Prüner Schlag selbstverständlich weiterhin, nur die Photos nicht mehr online stellen!

Vielen Dank!

(c) Copyrights Februar 2017 by Jörg Paulsen. Alle Rechte vorbehalten.

Chelsea Manning files appeal against ‘grossly unfair’ 35-year prison sentence (the Guardian)

Queer+ Friends of Chelsea Manning

Chelsea Manning has formally appealed against her conviction and 35-year prison sentence for leaking a huge cache of government documents, arguing that her punishment was “grossly unfair and unprecedented”.

Describing the sentence as “perhaps the most unjust sentence in the history of the military justice system”, attorneys for Manning complained that she had been portrayed as a traitor to the US when “nothing could be further from the truth”.

To read the article in full go to the Guardian

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Gestern in der Ausländerbehörde Kiel

Gerade eben habe ich einen Freund getroffen, der gestern in der Kieler Ausländerbehörde war und dabei Folgendes erlebte: Also, immer großes Gejammer wie überlastet man durch die sogenannte “Flüchtlingskrise” in dieser Behörde sei. Nach den Ausagen meines Freundes haben sich von vier Sachbearbeitern drei miteinander unterhalten, während im Flur etwa zehn Personen darauf warteten aufgerufen zu werden. Ich weiß, das hat nichts zu sagen, unterstellen wir den drei einfach mal, dass sie über einen Fall geredet haben. Plötzlich betritt ein Trupp “Journalisten” der Kieler Nachrichten, wohlgemerkt während der Publikumsöffnungszeiten, die Behörde um einen Bericht darüber zu machen wie überlastet die armen Mitarbeiter sind. Schlagartig ist nur noch eine einzige Sachbearbeiterin damit beschäftigt sich um die Wartenden zu kümmern, während alle anderen, inklusive Amtsleitung, ihre Arbeit fallen lassen und zu den Leuten von den KN stürmen um ihnen zu erzählen, wie überlastet sie seit der sogenannten “Flüchtlingskrise” sind. Mittlerweile warteten im Flur über 20 Personen.

Finde den Fehler!

 

Was der Stadt Kiel wichtig ist

Viel Sinniges und viel Unsinniges ist in der Vergangenheit zum Thema “Bodenversiegelung” in der Landeshauptstadt Kiel gesagt worden. Da sind die Einen, die sagen Kiel hätte bundesweit den höchsten Grad an Bodenversiegelung. Eine Aussage die, in dieser Form, sicherlich unzulässig ist, da es meines Wissens keine Erhebungen auf Bundesebene zu diesem Thema gibt. Da ist der Verwaltungschef, Peter Todeskino, der angeblich jedem Baum nachweint, der auf Kieler Stadtgebiet gefällt wird. Andererseits viele Bauprojekte in der Altstadt, die für einige neu-versiegelte Flächen sorgen. Ich will mich gar nicht großartig zu dem Thema auslassen.

Heute Morgen verließ ich meine Wohnung und musste feststellen dass vor der Lessinghalle eine größere Kolonne angerückt war und im Laufe des Tages *sämtliche* Bäume fällte, die direkt vor der Lessinghalle standen. Ich ging also zu einem der Arbeiter und fragte ihn, ob er mir sagen kann, warum diese Bäume gefällt werden. Er grinste und dieses Grinsen sollte wohl andeuten, der er selber nicht so recht weiß, warum die Bäume gefällt werden. Er sagte:”Die haben da wohl was vor!”. Nun ja, irgendwas haben “die” ja immer vor. Das diese Antwort nur sehr unzureichend war, schien ihm selber durchaus bewusst zu sein, also schob er einen Satz hinterher und diesen Satz lasse ich jetzt einfach mal unkommentiert im Raum stehen, jeder möge sich diesen Satz bitte einmal auf der Zunge zergehen lassen:

“Weil die Bäume die Bodenversiegelung zerstören!”

Fairerweise möchte ich erwähnen, dass er noch das Wort “Stolpergefahr” hinterher schob. Nicht klar erkenntlich ist allerdings, ob die Stolpergefahr, der Fussweg ist dort alles andere als eben, durch die Baumwurzeln oder durch absacken des Geländes entstanden ist. Ich sehe mir das nachher noch an und werde dann berichten. Inzwischen sägen sie an den Bäumen *auf* dem Lessingplatz, also der Wiese, rum. Es ist noch nicht erkennbar, ob sie nur zurück geschnitten oder auch gefällt werden sollen. Ich berichte dann heute Abend. Übrigens: ein weinender Peter Todeskino war weit und breit nicht in Sicht!

Nachtrag: Die Bäume auf der Wiese am Lessingplatz wurden nicht gefällt, nur an einigen Stellen zurück geschnitten. Ob die direkt vor der Halle wirklich wegen Stolpergefahr gefällt werden mussten lasse ich mal dahin gestellt sein. Ich glaube eher, da sollen wohl ein paar Parkplätze hin.