Jerusalem

Liebe Leute!

Endlich finde ich mal die Gelegenheit ein paar Sätze zu Bragi und meiner Reise im vergangenen Jahr zu schreiben und ein paar photographische Eindrücke zu veröffentlichen. Am 23.4.2017 sind wir in Kiel los gegangen. Das Ziel war und bleibt Jerusalem. Ich rechnete zwar damit, dass es auf dem Balkan zu Problemen mit Streuner-Hunden kommen kann, an die einheimischen Hofhunde hatte ich jedoch nicht gedacht. Bragi zuliebe habe ich die Reise am 11.8.2017 in Velika Kladuša/Bosnien und Herzegowina unterbrochen. Doch ich denke die Statistik kann sich sehen lassen: Mit einem “kleinen Schlenker” Richtung Westen ins Rheinland haben wir beide etwa 2.700km zurück gelegt und davon etwa 2.100km zu Fuß. Da sich gezeigt hat, dass ich eine enigermaßen schlechte Orientierung habe, sind wir reichlich Umwege gegangen und ich habe mir schließlich die Freiheit genommen hin und wieder auf kürzeren Strecken auch Angebote zu einer Autofahrt anzunehmen, stets darauf bedacht, dass wir mehr “Umweg-Kilometer” als “Auto-Eisenbahn-Kilometer” zurück legen. 1.000km Umweg stehen etwa 500km mit Bahn oder Auto gegenüber. 😉

Was unsere überwältigenden Erlebnisse auf unserem Weg betrifft, müsst Ihr Euch noch bis zu meinem geplanten Buch gedulden. Ein paar Photos gibt es schonmal hier. Auch die sind nicht vollständig, denn ich habe nicht überall Photos gemacht. Die Danksagungen an die vielen, freundlichen und hilfsbereiten Menschen, denen wir unterwegs begegnen durften, werden noch folgen.

So alles gut geht werden wir beide nächsten Monat (April 2018) wieder los gehen. Geplant ist mit dem Zug nach Ljubljana/Slowenien zu fahren und dann westlich über Italien zu gehen. Letztes Jahr habe ich genug Gottvertrauen erlangt, dass ich zuversichtlich bin, dass Bragi und ich den Weg nach Jerusalem schaffen werden.

Update: Der Zug ist gebucht! am 17.4.2018 um drei Uhr morgens bringt uns die Bahn nach Ljubljana!

 

Start

Von den ersten Wochen unserer Reise gibt es nur ein paar ganz schlechte Photos mit einem alten Handy. Ende April war es in Schleswig-Holstein doch noch recht frisch. Zuerst ging es Richtung Lübeck,es war jedoch noch zu kalt und windig, wir kamen bis fast nach Bad Oldesloe und wurden von Freunden zurück geholt, schliefen zwei Nächte in Kiel im Zelt und gingen dann über Bad Segeberg nach Geesthacht um die Elbe zu überqueren.

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Hamburg-Moorburg ist ein idyllisches, kleines Fischerdorf an der Elbe. Direkt am Ortseingang steht Europas modernstes Kohlekraftwerk.

Nach kurzen Besuchen bei Freunden in Lübeck, Hamburg und Hannover ging es Richtung Westen. Durch das Weserbergland ins nördliche Sauerland und entlang der Möhne, der Ruhr und dem Rhein bis hinter Düsseldorf und in das Rheinländische Kohletagebaurevier. Dort sind wir dann über Pfingsten 2017 bei einer guten Freundin und ihrer Familie zu Gast gewesen.

Externsteine

Zuvor machten wir noch Rast an den Externsteinen.

Kohletagebau Garzweiler II und Hambacher Forst

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Ab hier sollte man auf gar keinen Fall weiter gehen. Garzweiler II.

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Blick auf Garzweiler II.

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…und auf das, was vom Hambacher Forst noch übrig ist.

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Am Immerather Dom.

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Am entwidmeten und am 8.1.2018 abgebrochenen Immerather Dom, auch er musste dem Tagebau weichen.

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Damals noch mit Handkarre, ging es am 7.6.2017 weiter, nächstes Etappenziel sollte noch ein Besuch in Wiesbaden sein. Zunächst liefen wir jedoch durch

Eifel und Hunsrück

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Morgendlicher Blick auf die Mosel bei Kaisersesch.

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Nach dem Aufstieg in den Hunsrück ein Blick zurück auf die Mosel.

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Versehentlich bin ich mit Bragi und Handkarre in eine Klamm gerannt. 😮  Baybachtal.

Am Main

Wir sind dann am Main entlang von Wiesbaden bis Würzburg gegangen.

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Bragi badet im Main…

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…und erfrischt sich in Frankfurt.

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Auch an Hanau kamen wir vorbei. Angesichts dieses herrlichen Ausblicks legten wir eine Frühstückspause ein.

Franken

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In der Christuskirche in Aschaffenburg bin ich nach 33 Jahren wieder in die Lutherische Kirche eingetreten. Am übernächsten Tag nahm ich in Klingenberg am Gottesdienst teil.

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Der Lutherische Pfarrer von Miltenberg quartierte uns im örtlichen Obdachlosenheim ein. Es ist aber in der Tat ein sehr schönes Heim.

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Pilger-Abendbrot in Miltenberg.

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Bragi in Helmstadt.

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Ein nächtlicher Besucher in Würzburg.

Von Würzburg sind wir dann nur noch bis Nürnberg gegangen. Aufgrund des “Schlenkers” durch das Rheinland habe ich mir die Freiheit erlaubt, die Handkarre zu verschenken, mir einen Rucksack zu kaufen und mit Bragi mit dem ICE von Nürnberg nach Linz zu fahren.

Österreich

Donau

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Kurz hinter Linz entdeckte ich an der Donau den ersten Jerusalem Aufkleber. Später habe ich dieses Photo kommentiert mit den Worten: “Manche Menschen gehen in die andere Richtung”.

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Die Donau war sicher einer der schönsten Flüsse, an denen wir waren – hier in der Nähe von Ybbs – und in denen Bragi gebadet hat, aber

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ein Schlammbad ist natürlich auch toll. Ich war froh, dass die Donau nur ein paar Schritte entfernt ist.

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In der Nähe von Ybbs hat Bragi Dietlinde aus dem Niebelungenlied getroffen.

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Unser morgendlicher Aufbruch im Kloster der Schwestern vom guten Hirten in Baumgarternberg.

Über St. Pölten und Mariazell ging es durch die Steiermark nach Graz und Spielfeld.

St. Pölten, Via Sacra und Mariazell

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Dieses Schild in St. Pölten hat Bragi gar nicht gefallen.

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Zu Füssen des richtigen Heiligen schläft es sich gut. Franziskaner Kloster St. Pölten.

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Erfrischung in der Nähe von Fronleiten.

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Vom Zisterzienser Kloster Lillienfeld gingen wir auf der Via Sacra. Ich als Küstenmensch musste zweimal über 1.000m Höhe. Da ich nicht Schwindelfrei bin, hat mir das vollkommen gereicht. Hier ein Blick vom Annaberg.

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In Mariazell selber habe ich mich etwas an eine Stelle im neuen Testament erinnert gefühlt. 😉

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Dieses Bild entstand, nachdem Bragi und ich mit 1.250m die höchste Höhe auf unserer Route überwunden hatten, dem Seebergsattel. Was es mit diesem Photo auf sich hat, erfahrt Ihr in meinem Buch in dem Kapitel: “Der Mann aus den Bergen”. 😉

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Unser letzter Aufenthalt in Österreich war in Spielfeld. Wer mal von Graz nach Maribor fährt sollte unbedingt eine Rast im Gasthof Sternad in Spielfeld machen! Sehr zu empfehlen. Neben der Gaststätte gibt es ein Rastplatz für Fern-Rad-Wanderer und es gab dort auch mal eine kleine “Moschee”. Auf dem Photo also die erste und bisher einzige Moschee, in der wir übernachtet hatten.

 

Weiter mit Slowenien und Kroatien

(c) Copyrights April 2018 by Jörg Paulsen. Alle Rechte vorbehalten.

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